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Souveränität und Freiheit

Während ich mein Buch mit dem Titel Souverän leben geschrieben habe, habe ich mich häufig gefragt, ob es nicht letztendlich auch um Freiheit geht. Wodurch unterscheidet sich Souveränität von Freiheit? Oder kann man beide Wörter auch synonym verwenden?

An einem Bild habe ich mir den Unterschied zwischen den beiden Begriffen klargemacht. Ein Mensch in Gefangenschaft ist nicht frei, er kann aber durchaus souverän sein. Währenddessen ist ein wohlhabender Mensch, der sich mit seinem Geld alles kaufen kann, frei, aber nicht unbedingt souverän.

Im Gegensatz zur Freiheit ist Souveränität eine Haltung, die ich in jeder Situation meines Lebens bewahren kann. Sie ist unabhängig von äußeren Umständen. Diese Haltung können wir erlernen und in unser Leben integrieren. Das kann im Idealfall so weit gehen, dass wir souverän handeln, ohne lange nachdenken oder reflektieren zu müssen.

Freiheit hingegen hängt von äußeren Bedingungen ab, die ich oft nicht beeinflussen kann. Das haben wir zuletzt deutlich in der Corona-Krise erlebt, als es uns über längere Zeit nicht gestattet war, uns mit anderen Menschen zu treffen oder sogar das Haus zu verlassen. Damit war unsere Freiheit stark eingeschränkt, ohne dass wir unmittelbar darauf einwirken konnten.

In meinem Buch appelliere ich dafür, genau diese Haltung der Souveränität in das eigene Leben zu integrieren. Bei all den vielen Veränderungen, die wir in den nächsten Jahren erleben werden, kann sie uns Halt und Orientierung bieten, die für ein gelingendes Leben unverzichtbar sind.

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